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Urheberrecht: Geben Sie Ihre Kamera lieber nicht aus der Hand

Sicher haben Sie schon vom "Affenselfie" gehört oder gelesen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, aber das US Copyright Office bestätigt jetzt, dass das von einem wilden Makaken geschossene Selbstportrait keinen Urheberschutz genießt. Das heißt der Fotograf, mit dessen Kamera der Affe sein Selfie aufgenommen hat, hat bei Nutzung des Bildes durch Dritte keinen Anspruch auf ein Honorar.

Die ganze Diskussion wurde durch den Löschantrag für einen "Affenselfies" aus Wikimedia ausgelöst. Der zum "Kamera-Eigentümer" degradierten Fotograf David Slater lässt nun gerichtlich klären, ob die Nutzung des Bildes unter "public domain" (Gemeinfreiheit) gerechtfertigt ist.

Dass in diesem Fall auch nach deutschem Recht kein Schutz für die Aufnahme greifen würde, führt z. B. die Rechtsanwältin Marie Slowioczek in Ihrem Artikel "Affiges Selbstportrait: Wenn Tiere zu Fotografen werden" detailliert aus.

Fazit:
Wenn Sie von Ihren Fotohonoraren leben, geben Sie Ihre Kamera lieber nicht aus der Hand ... oder halten Sie zumindest eine zweite Kamera bereit und vermarkten besser ein Foto vom fotografierenden Tier "auf frischer Tat". Für eine Schlagzeile ist das auf jeden Fall gut ;-)